Mit Kindern unterwegs und ermäßigte Fahrpreise in Neuseeland
Wer kostenlos fährt, wer einen Kinder- oder ermäßigten Fahrpreis zahlt und welche Ermäßigungen nur für Einwohner Neuseelands gelten, darunter SuperGold und Community Connect. Dazu praktische Hinweise zu Kinderwagen, Barrierefreiheit und Busfahren.
- Aktualisiert: 24. Oktober 2026
- 3 Min. Lesezeit
- Buses-Redaktion
Wer kostenlos fährt, wer einen Kinder- oder ermäßigten Fahrpreis zahlt und welche Ermäßigungen nur für Einwohner Neuseelands gelten, darunter SuperGold und Community Connect. Dazu praktische Hinweise zu Kinderwagen, Barrierefreiheit und Busfahren.
Kinder
In den meisten Netzen Neuseelands fahren Kinder unter fünf Jahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlos und brauchen keine eigene Karte. Ältere Kinder zahlen einen ermäßigten Kindertarif; Altersgrenzen und Rabatte legt jede Region selbst fest. Damit auf einer Chipkarte der Kindertarif gilt, muss sie meist mit dem Geburtsdatum des Kindes registriert sein. Mit kontaktlosen Bankkarten wird immer der Erwachsenentarif berechnet.
In Auckland fahren Kinder von 5 bis 15 Jahren am Wochenende und an Feiertagen mit einer registrierten AT-HOP-Karte kostenlos, ausgenommen die Fähren nach Waiheke und Rakino; werktags zahlen sie einen ermäßigten Preis. In Christchurch werden Ermäßigungen für Kinder und Jugendliche mit einem Motu-Move-Konto verknüpft.
Was sich 2024 geändert hat
Ab 2023 finanzierte die Regierung landesweit kostenlose Fahrten für Kinder von 5 bis 12 Jahren und den halben Preis für 13- bis 24-Jährige. Diese Förderung endete am 30. April 2024, seitdem legen die Regionen die Tarife für Kinder und Jugendliche wieder selbst fest. Einige Regionalräte haben einen Teil der Ermäßigung aus eigenen Mitteln beibehalten, andere sind zu den üblichen Kindertarifen zurückgekehrt.
Die Tarife für Kinder und Jugendliche unterscheiden sich deshalb heute deutlich von Region zu Region. Sehen Sie auf der Tarifseite des jeweiligen Netzes nach und registrieren Sie die Karten der Kinder vor der Reise, damit der richtige Preis berechnet wird.
Community Connect und Studentenermäßigung
Wer eine Community Services Card des Ministeriums für soziale Entwicklung besitzt, fährt über das Programm Community Connect zum halben Preis, ebenso Nutzer von Total Mobility. Die Ermäßigung muss mit einer registrierten Chipkarte oder einem Konto verknüpft werden und steht daher nur Menschen offen, die in Neuseeland leben.
Manche Regionen bieten außerdem eine Ermäßigung für Studierende neuseeländischer Universitäten und Polytechnika an; in der Region Wellington wird sie zum Beispiel über die Hochschule auf die Snapper-Karte gebucht. Eine Karte kann in der Regel nur eine Ermäßigung gleichzeitig tragen. Besucher mit ausländischem Studenten- oder Seniorenausweis zahlen den Normaltarif.
Die SuperGold Card
Einwohner Neuseelands ab 65 Jahren, die NZ Super oder die Veteranenrente beziehen, fahren mit der SuperGold Card in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb der Hauptverkehrszeit kostenlos: werktags außerhalb der Morgen- und Nachmittagsspitze sowie ganztägig am Wochenende und an Feiertagen. In manchen Regionen braucht man dafür zusätzlich die regionale Chipkarte, und in Auckland gilt die kostenlose Fahrt mit SuperGold auch in der Nachmittagsspitze.
Die Zeiten legt jede Region selbst fest, und in mehreren werden sie gerade überprüft; Environment Canterbury etwa will die kostenlose Fahrt in der werktäglichen Nachmittagsspitze abschaffen, sobald Motu Move vollständig eingeführt ist. Außerhalb der freien Zeiten zahlen Karteninhaber den normalen Fahrpreis.
Kinderwagen, Rollstühle und Busfahren
Die meisten Stadtbusse in Neuseeland sind Niederflurbusse mit Rampe und Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen an der vorderen Tür; Rollstuhlfahrer haben Vorrang. Die Vorortzüge in Auckland und Wellington haben an den meisten Bahnhöfen einen stufenlosen Einstieg. Die Vorrangsitze an den Türen sind für ältere Fahrgäste, Schwangere und Menschen mit Behinderung bestimmt.
In den meisten Bussen steigen Sie vorne ein und checken neben dem Fahrer ein. An ruhigeren Haltestellen geben Sie dem Bus mit erhobener Hand ein Zeichen, und drücken Sie rechtzeitig vor Ihrer Haltestelle den Halteknopf. Viele Fahrgäste bedanken sich beim Aussteigen beim Fahrer.
Nützliche Seiten
Alle Ratgeber